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TankaNetz ist der Gedichtform Tanka und der Tankaprosa gewidmet. Neben einer Auswahl aus meinem Werk und Informationen zu den Genres bietet die Webseite Einblicke in die internationale Tankalyrik sowie Tipps und Anregungen zum Schreiben eigener Gedichte.

der Wind
hat heut' diese Würze
vom Meer
von den Dünen
von 'er denkt an mich'

Ingrid Kunschke, WHR 2009

24. Mai 2010

Mit der Tankaprosa "Im Frühling" bringe ich ein kurzes Schelmenstück, das augenzwinkernd auf Legendenbildung und lyrische Konventionen verweist. Mehr »

15. April 2010

Neu hinzugefügt: die englischsprachige Tankaprosa "Foetal Curl", die sich neben Bilder auch einiger Maltechniken bedient, um Stimmungen und Gefühle zu vermitteln. Mehr »

Bei Koyama Press erschien in kleiner Auflage Poem Tales, eine englischsprachige Sammlung, zusammengestellt und herausgegeben von Giselle Maya. Die Sammlung enthält jeweils fünf Stücke (Haibun oder Tankaprosa) von fünf Autoren: Jim Kacian, Giselle Maya, Patricia Prime, Jeffrey Woodward und mir. Isabelle Baticle trug fünf Kalligrafien bei, die Schriftzeichen für Tiere darstellen.

31. Januar 2010

Zum 5-jährigen Jubiläum präsentiere ich TankaNetz in neuer Aufmachung. Außerdem gibt es neue Tanka und mehr Tankaprosa.

"Distelwolle" ist eine Tankaprosa-Reihe: Ihren Titel verdankt sie dem ersten Stück, aus dem die drei folgenden ganz natürlich hervorgehen. Sie spielen alle in unterschiedlichen Gefilden und ich habe jedem Stück eine eigene Stimmung gegeben. Was sie verbindet, ist ihr Erzählstil – und der Wind. Mehr »

Fünf Jahre TankaNetz

Als ich TankaNetz vor fünf Jahren lancierte, fanden deutsche Tanka wenig Beachtung. Tankaprosa wurde in der Regel als Haibun-Ableger betrachtet und folglich für zu wenig haikuhaft befunden. Abgehängt von der sich rasant entwickelnden internationalen Tankaszene drehte sich die deutsche um sich selbst. Was ihr fehlte, war frischer Wind, waren Anregungen von außen und verständlich aufbereitetes Hintergrundwissen.

In Aufsätzen habe ich deshalb die Theorie und Geschichte des Tanka beleuchtet und mit Buchvorstellungen gezeigt, was heute weltweit Anerkennung findet. Mit eigenen Texten brachte ich Anregungen für eine zeitgemäße Umsetzung in deutscher Sprache. Schließlich folgten Einladungen, in englischsprachigen Zeitschriften zu veröffentlichen. So konnte ich auf deutsche Tanka aufmerksam machen und die sich international mit soviel Elan etablierende Tankaprosa um eine Stimme bereichern.

Obwohl der Kreis derer, die im deutschen Sprachraum ernsthaft Tanka schreiben, nach wie vor klein ist, hat das Interesse an dieser Lyrik in den letzten Jahren zugenommen. Das ist gewiss nicht nur TankaNetz zu verdanken; insbesondere seit der Vortragsreise von Yukitsuna Sasaki im Frühling 2009 bekomme ich Anfragen von Lesern, die sich für das Genre begeistern.

Deshalb habe ich ein Tutorial gestartet, mit dem jeder selbständig arbeiten kann und das in diesem Jahr Fortsetzung finden wird. Ein TankaNetz-Forum wird es nicht geben; stattdessen biete ich seit September 2009 eine nicht-öffentliche monatliche Tankarunde an. Sie ist inzwischen voll ausgelastet, und ich bin zuversichtlich, dass ihre Mitglieder bald Impulse werden setzen können.

Fünf Jahre TankaNetz, das beinhaltet auch einen regen Austausch mit Tankafreunden, Ermutigung von engagierten Autoren in Übersee und zunehmende Zusammenarbeit im Lande. Voller Vorfreude auf die nächsten fünf Jahre und ein Aufblühen deutscher Tankalyrik, sage ich danke. Mit besten Wünschen, Ingrid

Erstellt am 31.01.2010 ~ Zuletzt geändert am 24.05.2010

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